Montag, 26. Oktober 2009

AufsteckFriseur

Wien, Regen - die Frisur hält!
Denn mein AufsteckFriseur repariert den Frisurschaden da, wo er passiert - oben am Kopf.
Als gewichtstechnisch sicherlich optimalere Alternative würde sich hier aber auch der AufsteckTürban anbieten, denn so einen ganzen Friseur am Kopf stell ich mir dann doch eher unpraktisch vor auf Dauer ...


Päpstliche Mamarazza

Nicht unstolz rühme ich mich, eine der weltschlechtesten Paparazzi zu sein - Beweise? Gerne!

Letzte Woche lungerte ich nach der Arbeit vorm Thalia im 3. Wiener Gemeindebezirk herum. Seltsamerweis waren dort lauter lila Teppiche ausgelegt. Und plötzlich stiegen fein gekleidete Menschen aus silbernen Limousinen aus. Es handelte sich um die Österreich-Premiere von "Die Päpstin", wovon aber niemand wirklich zu wissen schien, denn außer mir waren nur ungefähr 20 weitere, eher verwirrte, Passanten am Ort des Geschehens. Aber wir alle erbarmten uns spontan, kramten nach Kamera bzw. Fotohandy und haben zur Sicherheit mal alle fotografiert und auch ein wenig gejubelt - Ergebnisse der nachträglichen Identifizierung der Foto-Objekte:

Johanna Wokalek aka: Die Päpstin

David Wendham - der sogar bei "Herr der Ringe" mitgespielt hat! Ein schöner Mamarazza-Erfolg...


Sonntag, 18. Oktober 2009

Sponsoren gesucht!

Liebe Menschen da draußen!

Meine Schwester und ich suchen dringend Sponsoren, die uns einen weiteren, längeren Aufenthalt in den US und A ermöglichen. Nachdem ich jetzt fast schon 2 Wochen lang wieder in Österreich bin, muss ich leider sagen: Drüben war´s lustiger!

Statt Halloween-Dekoration tummeln sich überall Schokonikoläuse, Lebkuchen und Weihnachtskugeln - und als wär das nicht verfrüht genug, hat sich auch noch das Wetter auf die Seite der Weihnachtsmarketingmaniker gestellt und mich mit Schneefall begrüßt. Abgesehen davon natürlich, dass ich wochentags immer früh aufstehen muss und es keine Kürbismuffins zum Frühstück gibt ... So nicht! Ich bin noch nicht bereit für Winter und Weihnacht, darum würden wir lieber in den südlichen amerikanischen Bundesstaaten überwintern.

Meine Schwester und ich haben daher beschlossen, dass wir eine Tour durch all jene Bundesstaaten machen, die wir noch nicht gesehen haben (an die 40 wären das noch). Es fehlt nur noch die finanzielle Unterstützung - und wir haben uns auch überlegt, was wir unseren potentiellen Sponsoren im Ausgleich dafür anbieten könnten:



  • Reiseberichterstattung, Handlungsanleitungen und To-Do-Lists für Amerika - Beispiele:

- Die schönsten öffentlich zugänglichen Toiletten New Yorks

- Bing Bing - oder: Traue niemals dem Navigationsgerät!

- Halloween - oder wie ich meinen Garten in einen Friedhof verwandeln kann


- Tanken in Amerika - eine Geschichte voller Missverständnisse


Nicht immer finden sich freundliche amerikanische Bürger, die beim Tanken behilflich sind!

  • Consulting für Marketing- und Werbeartikelverantwortliche - gerne fahren Ane und ich alle Museumsshops Amerikas ab und berichten in Wort und Bild über die neuesten Warenangebote und übermitteln revolutionäre Innovationen aus dem Werbemittelmarkt (z.B. Plüschbakterien als Pharmafirmen-Geschenke)


  • D´Ane bei der gewissenhaften Recherche im Museumsshop

  • Neueste Mode-, Beauty- und Gesundheitsnews direkt aus den Modemetropolen Amerikas! Inklusive Bildmaterial!

Sollte es unbedingt auch in österreichischen Drogeriemärkten im Angebot geben: Drogentests für zu Hause

  • Beiträge für den Geschichtsuntericht - als Beispiel im Bild: Die Boston-Tea-Party und die Hexenprozesse von Salem

Gerne berichten wir auch über das amerikanische Fernsehprogramm, den neuesten Promi-Klatsch oder über Obamas Hund! Liebe Leute, erbarmt euch, denn sonst müssen wir im Dirndl "Edelweiss" singend unseren Aufenthalt finanzieren - oder sogar als Miss-Liberty-Touristenfalle!


Sonntag, 30. August 2009

Don Giovanni im Grindwald


Ich weiß ja, dass ich eine Kulturbanause bin.

Jahrelange Beschallung mit klassischer Musik im Elternhaus sind so gut wie spurlos an mir vorübergegangen. Statt Brecht, Mann, Heine oder Dürrenmatt widmete ich meine Lesestunden lieber Hohlbein, Tolkien, Lindgren oder Pratchett. Und das Erscheinen des neuen Ikea-Kataloges hat mich seit jeher mehr gefesselt als jeder noch so aufregende Ausstellungskatalog.

Meine Eltern trifft keine Schuld, die haben es redlich probiert, meiner Mutter "Lies doch einmal was G´scheites!" schallt mir noch heute in den Ohren.

Kaum verwunderlich also, dass ich schnell verwirrt bin, wenn ich mit "moderner Kunst" konfrontiert werde. Meist passiert das eher zufällig, z.B. bei Spaziergängen durchs Museumsquartier (siehe dazu auch meinen Beitrag "Kuuuuuuuuuunst" vom 14. Mai 2006), wo man sich über das "Vorlaufen in das eigene Zerplatzen" Gedanken machen kann.

Dass ich verwirrt bin und die dahinterliegende Botschaft nicht verstehe, liegt mit Sicherheit daran, dass ich - um die Worte meiner Mutter nochmals erklingen zu lassen - "Kein Gemüt habe!" und "ein roher Fleischbatzen" bin (diese Worte erklangen, als ich und meine Schwester eine besonders dramatische Opernaufführung mit Grunzlauten parallel synchronisierten).

Aber ab und an überfällt mich doch das Bedürfnis, kulturelle Ereignisse und Aufführungen zu besuchen. So geschehen letzte Woche, als Psychologen-Kollegin Jani R. und ich uns zum Rathausplatz begaben, um uns mal eine Oper anzusehen. Dafür sprachen nicht zuletzt die evidenten Vorteile des Rathausplatzes im Vergleich zum klassischen Opernbesuch: Biernahversorgung, keine Kleidungsvorschriften und Gratiseintritt! Opernauswahl: Don Giovanni, ein Klassiker.

Und dann passierte uns das: Don Giovanni im Grindwald


Don Giovanni und Konsorten laufen im Feinripp durch einen zugemüllten Wald, kraxeln auf Bushaltestellen herum und zerquetschen fröhlich Bierdosen oder trinken Fusel aus Plastikbechern, während rachelüsterne ExFreundinnen á la Scully und Mulder mit Taschenlampen durch den Grindwald irren.

Ich weiß nicht ... mir ist ja klar, dass das alles sicherlich sehr sozialkritisch und zeitgemäß ist, aber liebe Inszeneure, so gewinnt man keine neuen Fans! Wenn ich in die Oper gehe, erwarte ich mir fröhliche Kostüme, dicke Sängerinnen, ebensolche Baritone und pompöse Ausstattungen! So soll das ungefähr ausschauen:
Andererseits, hatten wir wahrscheinlich noch Glück, es hätte auch noch schlimmer kommen können - Don Giovannin in der Sado-Maso-Version:

Montag, 10. August 2009

Vorsicht vor der 30er Zone!

Ein kleiner Nachtrag zum ersten Augustwochenende: Gruhmitglied Gerdschi betritt in schöner Unwürde die 30er Zone, in welcher sich Minkasie schon seit letztem September befindet (im Bildhintergrund).
Berni de Luxe und Gerdschi gehen dahin, wo schon viele vor ihnen waren: auf die dunkle Seite der 30! Passend zum Anlass Gerdschis T-Shirt: Game over.




Artgerechte Männerhaltung


Die berühmte Anthropologin und Oberösterreichforscherin DDr. Minkasia Mendl konnte kürzlich in Schönering ein schönes - und leider auch ebenso seltenes - Beispiel für artgerechte Männerhaltung am diesigen Sportplatz entdecken:

"Ein großes Gehege mit ausreichend Auslauf und einer Kiste Bier, dazu noch Fleisch in der Kühlbox - so müssen Männer gehalten werden!" meint DDR. Mendl.

Lüstern betrachtet

Seit dem vergangenen Wochenende habe ich zwei neue Begrifflichkeiten in meinem Leben entdeckt, die ich auch gerne meinen Mitmenschen näherbringen möchte, könnten sie doch grundlegende Menschheitsprobleme beschreiben:

Lusterambivalenz

Die Freude darüber, dass der neue 12armige Luster dank der eigenen bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten funkelnd und leuchtend von der Decke hängt - gepaart mit der Angst, dass der funkelnd leuchtende Luster jederzeit aufgrund der eigenen bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten klirrend herabstürzen könnte. Diese Problemlichkeit geht einher mit Lusterwatching, was sich auf die beständige besorgte Beobachtung der Zimmerdecke, an der der Luster hängt, bezieht.


Lusterloh

Beschreibt den exponentiell angestiegenen Energieverbrauch durch das Austauschen der vom Exfreund der Schwester gewissenhaft installierten 9 Watt Energiesparlampe gegen einen 12armigen Luster mit 12 Stück 25-Watt-Glühbirnen - und damit einhergehende leichte ökologische Gewissensbisse.